Fehlerhaft Lohnabrechnung

Wenn in der Vergangheit Lohnabrechnungen mit Fehlern beim Lohnsteuer- und Sozialversicherungsabzug erstellt wurden, müssen Berichtigungen vorgenommen werden.

Bei zuwenig abgezogener Lohnsteuer darf nach der elektronischen Übermittlung der Lohnsteuerbescheinigung an das Finanzamt (nach Beendigung des Dienstverhältnisses bzw. nach Ablauf des Kalenderjahres) eine Berichtigung des Lohnsteuerabzugs nicht mehr vorgenommen werden. In diesen Fällen muss der steuerpflichtige Lohn zwar korrigiert werden, ohne aber die Lohnsteuer zu ändern. Dem Arbeitnehmer ist eine berichtigte Bescheinigung auszuhändigen und die geänderten Daten sind elektronisch zu übermitteln. Dem Finanzamt muss gesondert mitgeteilt werden werden, wieviel Lohnsteuer zuwenig einbehalten wurde. Das Finanzamt wird den Arbeitnehmer dann auffordern, die zuwenig gezahlte Steuer nachzubezahlen.

Wenn die (fehlerhafte) Lohnsteuerbescheinigung noch nicht übermittelt wurde, dann muss mit der nächsten Lohnabrechnung eine Berichtigung vorgenommen werden und die Lohnsteuer ist vom Arbeitslohn abzuziehen und an das Finanzamt abzuführen.

Bei der Sozialversicherung gilt, dass gegenüber dem Arbeitnehmer rückwirkend nur für drei Monate berichtigt werden darf. Für ältere Lohnabrechnungszeiträume muss der Arbeitgeber zusätzlich die Arbeitnehmerbeiträge übernehmen und an die Versicherung abführen.

 

 

 

Haustier von der Steuer absetzen?

Ob Sie die Kosten für ein Tier bei der Steuer geltend machen können, ist davon abhängig, ob das Tier ausschließlich beruflich oder betrieblich eingesetzt wird. Das ist z.B. der Fall beim Jagdhund des Forstbeamten, beim Wachhund des Sicherheitsbeamten, beim Diensthund des Diensthundeführers und beim Blindenhund. Für den Wachhund einer Landärztin hat der Bundesfinanzof entschieden, dass dieser in nicht untergeordnetem Umfang auch privat verwendet wird und die Kosten daher nicht bei der Steuer abgesetzt werden können. Ebensowenig ist der "Schulhund" einer Lehrerin abzugsfähig, auch wenn er die Kontaktaufnahme zu den Schülern erleichtern soll. Das Pferd eines Reitlehrers ist als Arbeitsmittel steuerlich berücksichtigungsfähig.

Kosten für Futter, Pflege, Tierarzt oder Spielzeug für ein Haustier können sich also nur in ganz wenigen Ausnahmefällen steuermindernd auswirken.

Wer aber Aufwendungen für die Versorgung und Betreuung seines Haustiers hat, kann - wenn dies in seiner Wohnung oder auf seinem Grundstück stattfinden - bis zu 20 % der Lohnkosten als haushaltsnahe Dienstleistungen von der Einkommensteuer abziehen. Dies gilt z.B. auch für die Fellpflege bei Hund und Katze. Wichtig ist, dass die Bezahlung unbar auf ein Konto des Dienstleisters erfolgt.

 

 

 

 

E-Mobil als Geschäftsfahrzeug

Für ein Geschäfts- oder Firmenfahrzeug, das auch für Privatfahrten genutzt wird, muss ein Privatanteil versteuert werden. Wer kein Fahrtenbuch führt, muss die Privatnutzung nach der 1%-Methode berechnen. Grundlage ist der Bruttolistenpreis des Fahrzeugs zum Zeitpunkt der Erstzulassung. Hier bieten Elektro- und Elektrohybridfahrzeuge einen steuerlichen Anreiz. Vom Bruttolistenpreis werden bei einer Erstzulassung im Jahr 2018 pauschal € 250,00 je kWh - maximal € 7.500,00 - abgezogen und der Privatanteil entsprechend verringert. Bei älteren Fahrzeugen (bis Baujahr 2013) beträgt die Verminderung bis zu € 500,00 je kWh und maximal € 10.000,00.

Aber auch bei der Fahrtenbuchmethode gibt es eine Begünstigung. Zur Ermittlung der tatsächlichen Kosten, die auf die private und betriebliche/berufliche Nutzung aufgeteilt werden müssen, kommt die Abschreibung auf den Kaufpreisanteil für die Akkus nicht zum Ansatz.

Elektrofahrräder mit einer Geschwindigkeit über 25 km/h, die ein Kennzeichen und eine Versicherung benötigen, gelten ebenfalls als Kraftfahrzeuge, für das die Privatnutzung versteuert werden muss. Es gelten die gleich Abschläge wie für das Elektro- und Elektrohybridfahrzeug.

 

 

 

Ebay-Handel steuerpflichtig?

Wer regelmäßig auf Ebay oder ähnlichen Plattformen Waren verkauft, sollte sich die Frage stellen, ob er damit steuerpflichtigen Handel betreibt. Die Kriterien, ab wann Umsatzsteuer, Einkommensteuer und Gewerbesteuer anfallen können, sind nicht starr und es muss immer der Einzelfall genau untersucht werden.

Steuerfrei bleibt der Handel grundsätzlich dann, wenn nur private Gebrauchsgegenstände aus dem eigenen Privathaushalt verkauft werden. Dies kann vorübergehend auch in größerem Umfang stattfinden - bis z.B. der Speicher leer geräumt ist. Kritisch wird es aber, wenn dauerhaft Waren verkauft werden und der Jahresumsatz über € 17.500,00 liegt. Dann muss in der Regel Umsatzsteuer aus den Erlösen an das Finanzamt abgeführt werden - egal, ob dabei Gewinne oder Verluste entstehen.

Ob Einkommensteuer und u.U. Gewerbesteuer anfällt ist in erster Linie davon abhängig, ob beim dauerhaften Handel insgesamt ein Gewinn erzielt wird. Wenn Sie im Ergebnis nur Verluste produzieren, dann ist das eine für die Einkommensteuer und Gewerbesteuer unbeachtliche Liebhaberei ("Hobby"). Wer aber nachhaltig Handel mit Gewinnerzielungsabsicht betreibt, muss seine Gewinne regelmäßig versteuern.

Die Finanzämter dürfen bei Ebay Sammelausküfte verlangen, bei denen Namen, Anschrift und Höhe der Umsätze von Online-Händlern zur weiteren Überprüfung genannt werden müssen. Um nicht in die Gefahr zu kommen, rückwirkend für mehrere Jahre Steuern nachzahlen zu müssen, sollte sich jeder, der regelmäßig Artikel auf Ebay verkauft, rechtzeitig über seine steuerliche Situation Klarheit verschaffen.

 


 

Immobilienverkauf

Für den Falls, dass Sie planen, eine Immobilie zu verkaufen, sollten Sie vorab klären, ob ein dabei entstehender Gewinn steuerpflichtig ist. Dies gilt für eine private Immobilie grundsätzlich bei einem Verkauf innerhalb von zehn Jahren seit dem Kaufvertrag der Anschaffung. Haben Sie das Grundstück geschenkt bekommen oder geerbt, dann ist das Kaufdatum des Vorbesitzers maßgeblich.

Eine Ausnahme bei dieser Fristberechnung gilt für die Fälle, in denen Sie die Immobilie im Jahr der Veräußerung und in den beiden vorangegangenen Jahren als Privatwohnung selbst genutzt haben. Dann ist der Verkauf kein steuerpflichtiges Spekulationsgeschäft. Aufpassen muss man bei Ferienwohnungen und bei einem steuerlich geltend gemachten Arbeitszimmer. Für diese Gebäude bzw. Gebäudeteile gibt es keine Begünstigung und es gilt der Zahnjahreszeitraum.

Für die Berechnung des steuerpflichtige Gewinns sind die in der Vergangenheit in Anspruch genommenen Abschreibungen abzuziehen und erhöhen so den Gewinn. Gerade bei hohen (Sonder-)Abschreibungen kann so eine erhebliche Steuerlast entstehen.

Aufpassen muss man immer, wenn man innerhalb von fünf Jahren mehr als drei Objekte verkauft. Das führt meistens dazu, dass der Grundstückshandel als Gewerbebtrieb eingestuft wird. Dann fällt nicht nur Einkommensteuer und u.U. Gewerbesteuer an. Je nach Umfang des Handels müssen dann auch Bilanzen erstellt werden.

 

 

Kassenbuch

Bei der Führung eines Kassenbuchs haben sich in der Vergangenheit einige Verschärfungen der Vorschriften ergeben.

Wenn Sie eine elektronische Registrierskasse benutzen, dann muss diese alle erfassten Einnahmen, Ausgaben und elektronische Rechnungen zehn Jahre lang speichern. Eine Aufbewahrung der Papierstreifen allein ist nicht mehr ausreichend. Die Kasse darf keine Löschfunktion für die Daten haben. Bedienungs- und Programmieranleitungen müssen als Organisationsunterlagen ebenfalls aufbewahrt werden. Für Tagesendsummenbons (sog. Z-Bons) gilt ebenfalls die Aufbewahrungspflicht. Sie müssen fortlaufend nummeriert sein und es dürfen keine Bons fehlen.

Es besteht keine Verpflichtung für den Einsatz einer elektronischen Registrierkasse. Sie können nach wie vor eine offene Ladenkasse führen. Dann müssen unbedingt tägliche Kassenberichte erstellt werden. Alle Einnahmen und Ausgaben sind spätestens nach Ladenschluss einzeln zu erfassen und der Kassenbestand rechnerisch zu ermitteln. Nur wenn es nicht zumutbar ist, dass alle Einnahmen einzeln aufgezeichnt werden, kann auf die separate Erfassung verzichtet werden. Dies gilt z.B. bei Waren von geringfügigem Wert, die an eine unbestimmte Vielzahl nicht bekannter und auch nicht feststellbarer Personen verkauft werden.

Der Kassenbestand muss regelmäßig nachgezählt werden und es ist ein Protokoll zu fertigen, in dem alle Münzen und Scheine aufgelistet sind.

Die Prüfer vom Finanzamt können unangekündigt zu den normalen Geschäftszeiten in Ihren Geschäftsräumen eine Kassennachschau durchführen. Unter Anderem wird so die ordnungsgemäße Erfassung von Geschäftsvorfällen mittels elektronischer Aufzeichnungssysteme oder offener Ladenkassen kontrolliert.